Patientenmerkmale
In den Kliniken und Einrichtungen von MEDIAN werden vielfältige Patientengruppen behandelt.
Über 22.000 Fälle in der Neurologie
In den neurologischen Fachabteilungen von MEDIAN wurden im Jahr 2024 22.035 Fälle stationär behandelt.
Zeitliche Entwicklung
Die Fallzahlen in den neurologischen Abteilungen haben sich in den letzten Jahren auf einem konstant hohen Niveau gehalten, was die anhaltende Nachfrage und Relevanz der Behandlungsangebote widerspiegelt.
Datengrundlage
In die Auswertung werden die Daten aller neurologischen Fachabteilungen von MEDIAN einbezogen.
Zwei Drittel der Leistungen übernimmt die gesetzliche Kranken- versicherung
In der Neurologie war die gesetzliche Krankenversicherung im Jahr 2024 der Hauptleistungsträger, indem sie 67 % der erbrachten Leistungen übernahm. Die gesetzliche Krankenversicherung spielte somit eine maßgebliche Rolle bei der Finanzierung der neurologischen Rehabilitation.
Verteilung Leistungsträger
Die Grafik zeigt die Verteilung der Leistungsträger in der Neurologie im Jahr 2024.
Durchschnittlich 29 Tage Aufenthalt
Durchschnittlich verbrachten die Patientinnen und Patienten 29 Tage in den neurologischen MEDIAN Einrichtungen. Bei 36 % der Rehabilitanden dauerte die Maßnahme zwischen 27 und 41 Tagen.
Übersicht der Verweildauer
Das Diagramm verdeutlicht, dass die meisten Patientinnen und Patienten (56 %) über 27 Tage in der Einrichtung verweilen.
Patientinnen & Patienten sind im Schnitt 65 Jahre jung!
Das Durchschnittsalter der neurologischen Patientinnen und Patienten beträgt 65 Jahre. Der größte Anteil der Patientinnen und Patienten (28 %) war zum Zeitpunkt des Aufenthalts zwischen 60 und 69 Jahre alt.
Übersicht der Altersstufen
Die Grafik zeigt die Verteilung der Altersstufen in den neurologischen Kliniken bei MEDIAN. Die überwiegende Mehrheit (67 %) war zum Zeitpunkt der Rehabilitation älter als 60 Jahre.
Hirninfarkt – ein Schwerpunkt unserer Expertise
Der Schlaganfall (Hirninfarkt) war mit 45 % die am häufigsten gestellte Hauptdiagnose im Jahr 2024 und stellt einen der zentralen Behandlungsschwerpunkte von MEDIAN in der Neurologie dar. Außerdem liegt die Expertise der Teams in der Rehabilitation von Polyneuropathien, intrazerebrale Blutung, multiple Sklerose, intrakranielle Verletzung und vielen weiteren Beschwerden.
Verteilung der Hauptdiagnosen
Alle Patientinnen und Patienten verfügen über eine Hauptdiagnose sowie teilweise mehrere Nebendiagnosen für ihren Aufenthalt. Die dargestellten fünf Hauptdiagnosen machten im Jahr 2024 etwa 65 % aller Diagnosen in der Neurologie aus.
Zufriedenheit
Am Ende ihres Reha-Aufenthalts werden die Patientinnen und Patienten zu ihrer Zufriedenheit in verschiedenen Bereichen befragt.
85 % sind mit der Therapie zufrieden - ein hervorragendes Ergebnis!
Die digitale Zufriedenheitsbefragung am Ende des Aufenthalts zeigt, dass im Jahr 2024 85 % der Patientinnen und Patienten mit der therapeutischen Versorgung in der neurologischen Rehabilitation bei MEDIAN zufrieden sind.
Bewertete Kategorien
Die Grafik zeigt, wie viel Prozent der neurologischen Patientinnen und Patienten in den verschiedenen Kategorien zufrieden sind.
Anzahl
5.520 digital erfasste Fragebögen bilden die Grundlage dieser Auswertung.
Qualitätsstandards
Die Kennzahlen zeigen klar: MEDIAN setzt Reha-Standards auf höchstem Niveau um!
97 von 100 Qualitätspunkte: Spitzenleistung in der Neurologie!
Für jede Rehabilitation gibt es Vorgaben zu den therapeutischen Behandlungen, was die Vielfalt, Menge und Dauer betrifft. Bei voller Erfüllung der DRV-Vorgaben können bis zu 100 Qualitätspunkte erreicht werden. Das hohe Niveau von 97 Punkten zeigt die gute Versorgung in der Phase D.
Einzelkennzahlen
Die Gesamt-Qualitätspunkte setzen sich aus den drei Einzelwerten für die Leistungsverteilung, -menge und -dauer der Therapien und Behandlungen zusammen.
Zeitliche Entwicklung
Nach einer stetigen Verbesserung der Qualitätspunkte in der Neurologie in den vergangenen Jahren, konnte das hohe Niveau mit 97 Punkten im Jahr 2024 noch einmal übertroffen werden.
Datengrundlage
In die Auswertung werden die Daten und Qualitätspunkte aller neurologischen Fachabteilungen von MEDIAN einbezogen. Die Datenauswertung erfolgt über das interne MEDIAN Reportingsystem.
96 von 100 Qualitätspunkten: Top-Reha nach Schlaganfall
Die DRV überprüft, ob die richtigen Therapien und Behandlungen durchgeführt werden. Dafür gibt es bestimmte Vorgaben in Form der sogenannten Reha-Therapiestandards (RTS). Wenn alle Vorgaben erfüllt sind, gibt es 100 Qualitätspunkte. Der Reha-Therapiestandard „Schlaganfall“ schnitt in der Phase D mit 96 Punkten im Jahr 2024 bemerkenswert gut ab.
Zeitliche Entwicklung
Die Entwicklung der Qualitätspunkte für den Reha-Therapiestandard "Schlaganfall" zeigt eine beeindruckende und stetige Verbesserung seit 2018. Besonders hervorzuheben ist der neue Höchstwert von 96 Punkten im Jahr 2024, der die hohe Qualität der Rehabilitation zeigt.
Datengrundlage
In die Auswertung werden die Daten und Qualitätspunkte aller neurologischen Fachabteilungen von MEDIAN einbezogen. Die Datenauswertung erfolgt über das interne MEDIAN Reportingsystem.
Behandlungserfolge
Nachfolgend sind die Daten der Ergebnisqualität für die Neurologie zu sehen. Neben den Ergebnisparametern, die vom ärztlichen und therapeutischen Personal erfasst werden (Scores), kommen in den neurologischen Einrichtungen auch Patient-Reported Outcome Measures (PROMs) zum Einsatz. Das bedeutet, dass Patientinnen und Patienten vor, während und nach ihrem Aufenthalt über das digitale Fragebogenportal von MEDIAN zu ihrem Gesundheitszustand befragt werden. So lässt sich die Wirksamkeit der Rehabilitation auch aus Patientensicht darstellen.
71 % empfinden den persönlichen Behandlungs- erfolg als gut oder sehr gut
Der subjektive Behandlungserfolg wird mit der Zufriedenheitsbefragung am Ende der Rehabilitation erfragt. Dabei schätzen die Patientinnen und Patienten ein, inwieweit sich ihr Wohlbefinden durch die Behandlungen verbessert hat.
Anzahl
5.520 digital erfasste Fragebögen fließen in diese Auswertung ein.
Über die Hälfte der Patient*innen gewinnt ihre Gehfähigkeit zurück
Am Ende der Rehabilitation können über die Hälfte der neurologischen Patientinnen und Patienten, die zu Beginn ihrer neurologischen Reha beim Gehen eingeschränkt waren, selbstständig auf ebenem Untergrund gehen.
Gehfähigkeit Phasen
In diese Auswertung fließen die Daten von über 2.230 Patientinnen und Patienten ein.
Im Jahr 2024 konnte bei 58,1 % der Patientinnen und Patienten der Phase D eine Verbesserung erreicht werden. Am Ende der Phase D ist nach der Rehabilitation fast uneingeschränktes Gehen möglich. In Phase C zeigten während ihres Aufenthalts 51 % der Patientinnen und Patienten eine Verbesserung hinsichtlich ihrer Gehfähigkeit von der Aufnahme bis zur Entlassung.
Grundlage der Messung
Das Assessment „Functional Ambulation Categories“ (FAC) ist ein Test, der misst, wie stark jemand beim Gehen eingeschränkt ist und wie viel Unterstützung er dabei benötigt. Dabei wird bewertet, wie gut jemand in verschiedenen Umgebungen laufen kann, zum Beispiel drinnen oder draußen, auf glattem oder unebenem Boden. Außerdem wird geprüft, ob eine Gehhilfe oder Hilfe von einer anderen Person gebraucht wird. Der Test geht von 0 bis 5, wobei 5 bedeutet, dass die Person ohne Einschränkungen gehen kann. Wer einen Wert von 4 hat, kann zum Beispiel sicher und selbstständig auf glattem Boden laufen. Die Quellenangabe ist unter Begriffslexikon & Literatur einzusehen.
Über zwei Drittel der Patient*innen verbessern die Feinmotorik
Die Auswertung des NHPT bei über 4.400 Patientinnen und Patienten zeigt ein überwiegend positives Bild. Besonders in den Reha-Phasen C und D wurde eine spürbare Verbesserung der Feinmotorik angegeben – ein deutliches Zeichen für den Erfolg der therapeutischen Maßnahmen.
Gesamtwert
In dieser Auswertung fließen die Daten von 4.404 neurologischen Patientinnen und Patienten ein.
Die Grafik zeigt, dass 68,3 % der Patienten und Patientinnen am Ende der Rehabilitation eine spürbare Verbesserung ihrer Feinmotorik angeben. 16,5 % bleiben in ihrem Empfinden gleich - das verdeutlicht die hohe und messbare Wirksamkeit der Leistungen während der Rehabilitation.
Feinmotorik in den Phasen
In diese Auswertung fließen die Daten von 1.165 Patientinnen und Patienten aus der Phase C und 3.029 Patientinnen und Patienten aus der Phase D ein.
Grundlage der Messung
Der Nine-Hole Peg Test (NHPT) ist ein standardisierter neurologischer Test, der die Feinmotorik der Hände und Finger misst. Er wird häufig verwendet, um die Fingerfertigkeit bei Patienten mit Erkrankungen wie Multipler Sklerose, Schlaganfall oder Parkinson zu bewerten.
Der Test besteht darin, dass der Patient/die Patientin so schnell wie möglich neun kleine Stifte in neun Löcher auf einem Brett steckt und sie dann wieder herausnimmt. Gemessen wird die Zeit, die der Patient für diese Aufgabe benötigt. Je kürzer die Zeit, desto besser die Feinmotorik. Die Quellenangabe ist unter Begriffslexikon & Literatur einzusehen.
Die Selbstständig- keit wird während der Rehabilitation gesteigert
In den neurologischen Abteilungen von MEDIAN konnte in allen Phasen eine Verbesserung durch den Barthel-Index festgestellt werden. Das heißt, die Selbstständigkeit hat während der Rehabilitation messbar zugenommen.
In diese Auswertung fließen die Daten von 16.389 Patientinnen und Patienten ein.
Im Jahr 2024 haben 53,9 % der Patientinnen und Patienten in den neurologischen Kliniken von MEDIAN eine Verbesserung erzielt und 43,9 % ihre Selbständigkeit beibehalten. Dies bedeutet, dass die Selbstständigkeit der Patientinnen und Patienten während der Rehabilitation messbar gestärkt oder beibehalten werden konnte.
Barthel-Index Phasen
Die Grafik zeigt die Verbesserung des Barthel-Index` während der neurologischen Rehabilitation in den Phasen B (2.663 Rehabilitanden), C (5.169 Rehabilitanden) und D (7.994 Rehabilitanden) im Jahr 2024.
Bemerkenswerte 77,3 % der Patientinnen und Patienten konnten während der neurologischen Rehabilitation in Phase B eine Verbesserung feststellen. Auch in der Phase C gaben beeindruckende 75,6 % der Rehabilitanden eine Verbesserung an. In Phase D konnten sich außerdem 30,7 % verbessern. Dies zeigt, dass im neurologischen Bereich während des gesamten Behandlungsverlaufs deutlich messbare Fortschritte erzielt werden.
Grundlage der Messung
Der Barthel-Index misst Selbstständigkeit und Pflegebedürftigkeit, indem er grundlegende Alltagsfunktionen wie Körperpflege, Nahrungsaufnahme, An- und Auskleiden sowie Mobilität bewertet. Mit Werten von 0 bis 100 zeigt der Index den Grad der Selbstständigkeit an. Je höher die im Index erreichte Punktzahl, desto größer ist der Grad der Selbstständigkeit der Rehabilitanden, wobei 100 Punkte auf keine Hilfsbedürftigkeit hindeuten.
Nach einem Krankenhausaufenthalt haben viele Patientinnen und Patienten schwere Funktionsstörungen und benötigen intensive Überwachung. Dafür gibt es den Frührehabilitationsindex, der Werte von -325 bis 0 annimmt und in der Frührehabilitation (Phase B) genutzt wird. Ein Wert näher an Null bedeutet weniger medizinischen Aufwand, also höhere Selbstständigkeit. Der Frührehabilitationsindex wird zum Barthel-Index addiert, um den Frührehabilitations-Barthel-Index zu erhalten. Die Quellenangabe ist unter Begriffslexikon & Literatur einzusehen.
Fast zwei Drittel der Patient*innen können eine Straße wieder sicher überqueren
Die große Mehrheit der Patientinnen und Patienten in Phase C und D, die zu Beginn der Rehabilitation nicht sicher während der Grünphase einer Ampel eine Straße überqueren konnten, haben sich am Ende der Rehabilitation messbar verbessert.
Gesamtwert
In diese Auswertung fließen die Daten von 8.641 Patientinnen und Patienten ein.
Im Laufe der Rehabilitation konnten 63 % der neurologischen Patientinnen und Patienten aus allen Phasen ihre Geschwindigkeit im 10-Meter-Gehtest verbessern und zum Entlassungszeitpunkt die Strecke in einer deutlich kürzeren Zeit zurücklegen. 21 % blieben in ihrer Leistung stabil - was für eine tolle Leistung während der Rehabilitation!
10-Meter-Gehtest Phase C und D
In diese Auswertung fließen die Daten von 1.796 Patient*innen aus Phase C und 6.734 Patient*innen aus Phase D ein.
Im Laufe ihres Aufenthaltes konnten die neurologischen Patientinnen und Patienten in Phase C und D ihre Geschwindigkeit im 10-Meter-Gehtest deutlich verbessern und zum Entlassungszeitpunkt die Strecke in einer deutlich kürzeren Zeit zurücklegen.
Grundlage der Messung
Der 10 Meter-Test misst die Zeit, die ein Patient oder eine Patientin braucht, um zehn Meter Gehstrecke zurückzulegen. Zur leichteren Beurteilung kann mithilfe dieses Tests zum Beispiel erfasst werden, ob ein Patient in der Lage ist, in angemessener Geschwindigkeit eine Straße während der Grünphase einer Ampel zu überqueren. Die hierfür erforderliche Geschwindigkeit liegt bei 1,2 m pro Sekunde. Die Quellenangabe ist unter Begriffslexikon & Literatur einzusehen.